Bicentenario und Centenario
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich freue mich, Sie auf der homepage des DAAD-Bicentenario-Projekts begrüßen zu dürfen. Schon vor rund drei Jahren begannen in Mexiko, später auch in anderen Ländern Lateinamerikas, Gespräche über mögliche deutsche Beiträge zu den Bicentenario-Feiern. In Mexiko richtete die Deutsche Botschaft einen „runden Tisch” der deutschen (Kultur-)Institutionen ein, um individuelle oder gemeinsame Beiträge zu den Bicentenario-Feiern der Unabhängigkeit Mexikos und den Centenario-Feiern der mexikanischen Revolution zu planen. Die DAAD-Außenstelle in Mexiko war von Anfang sehr aktiv an diesem Prozess beteiligt. Nach dem Ende meiner Tätigkeit als Leiter der DAAD-Außenstelle in Mexiko übernahm ich im Sommer 2009 die Koordination und Organisation der Bicentenario-Aktivitäten des DAAD – nunmehr aber nicht nur für Mexiko, sondern auch für andere Bicentenario-Länder wie Argentinien, Chile und Kolumbien - von einem an der Universidad Nacional de San Martín (UNSAM) in Buenos Aires angesiedelten Koordinationsbüro aus.
ich freue mich, Sie auf der homepage des DAAD-Bicentenario-Projekts begrüßen zu dürfen. Schon vor rund drei Jahren begannen in Mexiko, später auch in anderen Ländern Lateinamerikas, Gespräche über mögliche deutsche Beiträge zu den Bicentenario-Feiern. In Mexiko richtete die Deutsche Botschaft einen „runden Tisch” der deutschen (Kultur-)Institutionen ein, um individuelle oder gemeinsame Beiträge zu den Bicentenario-Feiern der Unabhängigkeit Mexikos und den Centenario-Feiern der mexikanischen Revolution zu planen. Die DAAD-Außenstelle in Mexiko war von Anfang sehr aktiv an diesem Prozess beteiligt. Nach dem Ende meiner Tätigkeit als Leiter der DAAD-Außenstelle in Mexiko übernahm ich im Sommer 2009 die Koordination und Organisation der Bicentenario-Aktivitäten des DAAD – nunmehr aber nicht nur für Mexiko, sondern auch für andere Bicentenario-Länder wie Argentinien, Chile und Kolumbien - von einem an der Universidad Nacional de San Martín (UNSAM) in Buenos Aires angesiedelten Koordinationsbüro aus.
Der Beitrag des DAAD
Die vom DAAD geförderten deutschen Beiträge zu den Bicentenario-Feiern in Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Ecuador und Deutschland verfolgen drei inhaltliche Linien: Sie haben eine Ausrichtung auf wissenschaftliche und technologische Fortschritte, die ihren Ursprung in Deutschland haben, nehmen Bezug auf markante deutsche Beiträge zur Bildung der lateinamerikanischen Gesellschaften und bringen wichtige globale Thematiken in den Dialog mit den lateinamerikanischen Ländern ein. Alle Veranstaltungen wurden in Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Partnern entwickelt und durchgeführt und finanziert.
Die vom DAAD geförderten deutschen Beiträge zu den Bicentenario-Feiern in Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Mexiko, Ecuador und Deutschland verfolgen drei inhaltliche Linien: Sie haben eine Ausrichtung auf wissenschaftliche und technologische Fortschritte, die ihren Ursprung in Deutschland haben, nehmen Bezug auf markante deutsche Beiträge zur Bildung der lateinamerikanischen Gesellschaften und bringen wichtige globale Thematiken in den Dialog mit den lateinamerikanischen Ländern ein. Alle Veranstaltungen wurden in Zusammenarbeit mit lateinamerikanischen Partnern entwickelt und durchgeführt und finanziert.
I. Wissenschaftliche und technologische Fortschritte im Umfeld deutscher Forschung
An erster Stelle sind Fachvorträge und Fachsymposien anlässlich der Ausstellung Max Planck Science Tunnel zu nennen, die mit großem Erfolg in Europa und Asien ausgestellt wurde und seit Oktober 2009 in Lateinamerika tourt. Der Max Planck Science Tunnel war in den Schwerpunktländern Chile, Argentinien, Mexiko und Kolumbien zu sehen.
II. Deutsche Beiträge zur Bildung lateinamerikanischer Gesellschaften
In Santiago de Chile und in Buenos Aires wurden mit deutscher Beteiligung und Unterstützung Tagungen zu Fragen des Verfassungsrechts in Lateinamerika durchgeführt – wie haben sich die Verfassungen seit ihrer Entstehung vor 200 Jahren entwickelt? Heutzutage, wie verhalten sich das nationale Verfassungrecht zum internationalen Recht, z. B. in Bereichen wie den Menschenrechten?
Ein Vortragszyklus, der bereits 2009 begann, endete in der zweiten Jahreshälfte mit einem internationalen Abschlusskolloquium in Córdoba, Argentinien. Gefragt wurde nach den Faktoren des Imports, der Aneignung und Konsolidierung wissenschaftlicher Disziplinen in Argentinien zwischen 1910 und 2010. Ein internationaler Workshop über die Langzeitwirkungen der deutschen Emigration in Argentinien 1933-1945 fand im April 2010 in den Räumen der argentinischen Nationalbibliothek in Verbindung mit einer Ausstellung über den deutschen Schriftsteller Paul Zech, der von 1933 bis zu seinem Tode im argentinischen Exil lebte, statt.
Zwei internationale Kolloquien zu Walter Benjamin, die sowohl in Buenos Aires wie auch in Santiago durchgeführt wurden, tragen der breiten und intensiven Rezeption des „Flaneurs“ in Lateinamerika Rechnung. Ein weiteres Kolloquium in Buenos Aires beschäftigte sich mit Theodor W. Adorno und der „Frankfurter Schule“.
In den diktaturerfahrenen lateinamerikanischen Gesellschaften ist der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ nicht nur mit der eigenen Geschichte, sondern auch mit deutscher Forschung und Theoriebildung zu diesem Themenkomplex verknüpft. Gegenseitiges Lernen und wissenschaftlicher Austausch standen im Zentrum mehrerer Tagungen in Mexiko und Argentinien zu Fragen der Erinnerung und der Vergangenheitsbewältigung, an denen auch Wissenschaftler/innen aus anderen lateinamerikanischen Länder teilnahmen (so z. B. im April 2010 in Buenos Aires mit dem Thema Konfliktive Topografien: Erinnerung, Raum, Urbanität und Alterität).
Zu den DAAD-Beiträgen gehörten auch zwei Ausstellungen, die Kunst und Wissenschaft vereinen: die Alexander von Humboldt-Ausstellung „Die Besteigung des Chimborazo“ von Ruth Tesmar (Kunstprofessorin der Humboldt-Universität zu Berlin) und die Ausstellung „Hugo Brehme und die mexikanische Revolution“, in der die Revolutionsbilder des berühmten deutschen Fotografen zu sehen waren. Beide Ausstellungen wurden an verschiedenen Orten in Mexiko gezeigt – die Humboldt-Ausstellung „Die Besteigung des Chimborazo“ auch in Ecuador und Kolumbien. Zudem fanden kleine Alumni-Veranstaltungen zur Ausstellung statt.
Die Filmemacherin Janina Möbius recherchierte, unterstützt vom DAAD, für einen Dokumentarfilm über deutsche Spuren in Mexiko. Der Film „Apfelstrudel oder deutsche Spuren in Mexiko“ hatte inzwischen in Mexiko Premiere.
An erster Stelle sind Fachvorträge und Fachsymposien anlässlich der Ausstellung Max Planck Science Tunnel zu nennen, die mit großem Erfolg in Europa und Asien ausgestellt wurde und seit Oktober 2009 in Lateinamerika tourt. Der Max Planck Science Tunnel war in den Schwerpunktländern Chile, Argentinien, Mexiko und Kolumbien zu sehen.
II. Deutsche Beiträge zur Bildung lateinamerikanischer Gesellschaften
In Santiago de Chile und in Buenos Aires wurden mit deutscher Beteiligung und Unterstützung Tagungen zu Fragen des Verfassungsrechts in Lateinamerika durchgeführt – wie haben sich die Verfassungen seit ihrer Entstehung vor 200 Jahren entwickelt? Heutzutage, wie verhalten sich das nationale Verfassungrecht zum internationalen Recht, z. B. in Bereichen wie den Menschenrechten?
Ein Vortragszyklus, der bereits 2009 begann, endete in der zweiten Jahreshälfte mit einem internationalen Abschlusskolloquium in Córdoba, Argentinien. Gefragt wurde nach den Faktoren des Imports, der Aneignung und Konsolidierung wissenschaftlicher Disziplinen in Argentinien zwischen 1910 und 2010. Ein internationaler Workshop über die Langzeitwirkungen der deutschen Emigration in Argentinien 1933-1945 fand im April 2010 in den Räumen der argentinischen Nationalbibliothek in Verbindung mit einer Ausstellung über den deutschen Schriftsteller Paul Zech, der von 1933 bis zu seinem Tode im argentinischen Exil lebte, statt.
Zwei internationale Kolloquien zu Walter Benjamin, die sowohl in Buenos Aires wie auch in Santiago durchgeführt wurden, tragen der breiten und intensiven Rezeption des „Flaneurs“ in Lateinamerika Rechnung. Ein weiteres Kolloquium in Buenos Aires beschäftigte sich mit Theodor W. Adorno und der „Frankfurter Schule“.
In den diktaturerfahrenen lateinamerikanischen Gesellschaften ist der Begriff „Vergangenheitsbewältigung“ nicht nur mit der eigenen Geschichte, sondern auch mit deutscher Forschung und Theoriebildung zu diesem Themenkomplex verknüpft. Gegenseitiges Lernen und wissenschaftlicher Austausch standen im Zentrum mehrerer Tagungen in Mexiko und Argentinien zu Fragen der Erinnerung und der Vergangenheitsbewältigung, an denen auch Wissenschaftler/innen aus anderen lateinamerikanischen Länder teilnahmen (so z. B. im April 2010 in Buenos Aires mit dem Thema Konfliktive Topografien: Erinnerung, Raum, Urbanität und Alterität).
Zu den DAAD-Beiträgen gehörten auch zwei Ausstellungen, die Kunst und Wissenschaft vereinen: die Alexander von Humboldt-Ausstellung „Die Besteigung des Chimborazo“ von Ruth Tesmar (Kunstprofessorin der Humboldt-Universität zu Berlin) und die Ausstellung „Hugo Brehme und die mexikanische Revolution“, in der die Revolutionsbilder des berühmten deutschen Fotografen zu sehen waren. Beide Ausstellungen wurden an verschiedenen Orten in Mexiko gezeigt – die Humboldt-Ausstellung „Die Besteigung des Chimborazo“ auch in Ecuador und Kolumbien. Zudem fanden kleine Alumni-Veranstaltungen zur Ausstellung statt.
Die Filmemacherin Janina Möbius recherchierte, unterstützt vom DAAD, für einen Dokumentarfilm über deutsche Spuren in Mexiko. Der Film „Apfelstrudel oder deutsche Spuren in Mexiko“ hatte inzwischen in Mexiko Premiere.
III. Globale Fragen – Lokale Lösungen
In der zweiten Jahreshälfte fand ein deutsch-argentinisches Sozialwissenschaftliches Symposium „Umwelt und soziale Ungleichheiten“ in Tucumán statt. Das Ziel war die Zusammenführung von sozialwissenschaftlicher Umweltforschung in Deutschland und Südamerika zu einem sich neu entwickelnden Themenkomplex, der von großer gesellschaftlicher Relevanz ist.
Seit mehreren Jahren veranstaltet die DAAD-Außenstelle Mexiko Alumni-Seminare, die sich mit Umwelt- und Energiefragen beschäftigen, so auch 2010 im Rahmen der Bicentenario- und Centenario-Feierlichkeiten in Mexiko.
Ich hoffe, dass unter den hier vorgestellten akademisch-wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, die im Rahmen des Bicentenario-Projekts vom DAAD zusammen mit anderen deutschen Institutionen und den Partnern in Lateinamerika gefördert, angeregt oder organisiert wurden und werden, die eine oder andere Ihr Interesse weckt. Die Übersicht über alle Veranstaltungen – ob vom DAAD oder von anderen Institutionen – finden Sie im Veranstaltungskalender. Handelt es sich um eine DAAD-geförderte Veranstaltung, können Sie duch anklicken eines Links zu einer weiteren Seite dieser homepage gelangen, auf der die Information zur Veranstaltung vertieft wird. Handelt es sich um die Veranstaltung einer anderen Institution, führt Sie ein Link auf deren homepage. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und auch Erkenntnisgewinn beim Lesen unserer Homepage.
Dr. Arnold Spitta
In der zweiten Jahreshälfte fand ein deutsch-argentinisches Sozialwissenschaftliches Symposium „Umwelt und soziale Ungleichheiten“ in Tucumán statt. Das Ziel war die Zusammenführung von sozialwissenschaftlicher Umweltforschung in Deutschland und Südamerika zu einem sich neu entwickelnden Themenkomplex, der von großer gesellschaftlicher Relevanz ist.
Seit mehreren Jahren veranstaltet die DAAD-Außenstelle Mexiko Alumni-Seminare, die sich mit Umwelt- und Energiefragen beschäftigen, so auch 2010 im Rahmen der Bicentenario- und Centenario-Feierlichkeiten in Mexiko.
Ich hoffe, dass unter den hier vorgestellten akademisch-wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen, die im Rahmen des Bicentenario-Projekts vom DAAD zusammen mit anderen deutschen Institutionen und den Partnern in Lateinamerika gefördert, angeregt oder organisiert wurden und werden, die eine oder andere Ihr Interesse weckt. Die Übersicht über alle Veranstaltungen – ob vom DAAD oder von anderen Institutionen – finden Sie im Veranstaltungskalender. Handelt es sich um eine DAAD-geförderte Veranstaltung, können Sie duch anklicken eines Links zu einer weiteren Seite dieser homepage gelangen, auf der die Information zur Veranstaltung vertieft wird. Handelt es sich um die Veranstaltung einer anderen Institution, führt Sie ein Link auf deren homepage. Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und auch Erkenntnisgewinn beim Lesen unserer Homepage.
Dr. Arnold Spitta






